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Bösartige Hirntumore, speziell Glioblastome
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Inzidenz von Hirntumoren Hirntumore lassen sich in hirneigene Tumoren und Metastasen bösartiger Neoplasien einteilen. Metastasen sind bei Patienten im mittleren und höheren Lebensalter die häufigsten Hirntumoren. Davon abzugrenzen sind die primären Hirntumoren, deren Inzidenz ca. 7 bis 15 pro 100 000 Einwohner pro Jahr beträgt. Zu diesen zählen die neuroepithelialen Tumoren (z.B. Astrozytome, Gliome, Ependymome), Tumoren der peripheren Nerven (z.B. Schwannome), Tumoren der Meningen (z.B. Meningeome), Lymphome, Germinome und Tumoren der Sellaregion (z.B. Hypophysen-adenome). Die Inzidenz primärer maligner Hirntumoren beträgt 6 bis 7 pro 100 000 Einwohner pro Jahr. Die Hälfte aller Hirntumore sind Gliome.
Entstehung von Hirntumoren Die Entstehung von Hirntumoren wird auf eine Anhäufung von genetischen Veränderungen zurückgeführt, die zu einem unkontrollierten Wachstum der Zellen führen indem die normalen regulatorischen Mechanismen zur Begrenzung des Wachstums und/oder die Zerstörung der Zellen durch das Immunsystem gestört sind (s. Forschungslabor der Neurochirurgie). Neben vererbbaren oder erworbenen Veränderungen von Genen die den Zellzyklus kontrollieren, wie z.B. das RB-1 oder das P53 Gen (sog. Tumorsuppressorgene), tragen physikalische, chemische und biologische Agentien, die die DNA verändern, zur Entstehung von Tumoren bei.
Neurochirurgische Therapie der Hirntumoren Die mikrochirurgische Operationstechnik ist der bedeutenste Fortschritt in der Neurochirurgie und trotz aller technischen Entwicklungen bis heute auch in der Behandlung der Hirntumoren die wichtigste Komponente. Durch die Einführung der computerunterstützten Neuronavigation in Kombination mit dem intraoperativen Ultraschall ist es standardmäßig möglich, Tumoren durch der Tumoranatomie angepasste kleine operative Zugänge unter Berücksichtigung und Schonung eloquenter Areale zu entfernen. Das Risiko postoperativer neurologischer Defizite lässt sich durch das intraoperative elektrophysiologische Monitoring noch weiter reduzieren. Somit stehen der Klinik moderne unterstützende intraoperative Verfahren zur schonenden operativen Entfernung von Hirntumoren mit Erhaltung der Gehirnfunktion zur Verfügung. Bei den malignen Gliomen, deren Behandlung einen Schwerpunkt der Klinik bildet, ist die oben beschriebene operative Therapie eine wesentliche Säule, jedoch werden aufgrund der Tumorbiologie mit sehr aggressivem und invasiven Wachstumsverhalten, sowohl klinisch als auch experimentell weitere Behandlungsstrategien erforscht (s. Forschungslabor der Neurochirurgie).
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