Hirnverletzungen

Unsere Abteilung behandelt alle unfallbedingten Verletzungen des Gehirns (Schädelhirntrauma). Das Schädelhirntrauma (SHT) stellt die häufigste Todesursache von Kindern und Erwachsenen bis 45 Jahren dar und ist auch der häufigste Grund für eine dauerhafte Invalidität. Über 50 Prozent der Verletzten sind zum Zeitpunkt des Unfalls jünger als 30 Jahre alt. Gemäss der Statistik der Schweizer Unfallversicherungen erleiden in der Schweiz 3000 bis 5000 Personen/Jahr ein SHT. Von diesen sind 60 bis 70 Prozent Opfer von Verkehrsunfällen und allein 1500 Personen erlitten beim Velofahren teils schwere SHT. Weitere Ursachen für SHT sind Gewalt, Stürze, Sport-, Freizeit- und Arbeitsunfälle.

In enger Zusammenarbeit mit den Kollegen für Unfallchirurgie und traumatischer Intensivmedizin werden alle Patienten ab Eintritt im USZ durch den Dienstassistenzarzt/-oberarzt Neurochirurgie behandelt. Die Computertomographie (CT) des Gehirns ist die wichtigste initiale bildgebende Untersuchung. Das Diagnosespektrum beinhaltet direkte oder indirekte Verletzungen des Gehirns (intrazerebrale Hirnblutungen, Kontusionen, axonale Verletzungen), des Schädelknochens (Frakturen) und Blutungen, die sich zwischen dem Schädelknochen und dem Gehirn befinden (akutes Subduralhämatom oder chronisches Subduralhämatom, Epiduralhämatom).