Liquorzirkulationsstörungen

Der Kopf des Menschen enthält etwa zu 80% Hirngewebe, zu 12% Blut, welches das Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, und zu 8% Hirnwasser („Liquor cerebrospinalis“). Dieses Hirnwasser hat verschiedene Funktionen, welche bis heute nicht vollständig verstanden werden. Auf jeden Fall dient es der quasi schwerelosen Lagerung des Hirngewebes im Schädel.

Es wird innerhalb der Hirnkammern produziert und von den kleinen Blutgefässen im Hirngewebe wieder in die Blutbahn aufgenommen. Die Produktion und der Abfluss müssen dabei in einem ausgewogenen Verhältnis stehen, um einen konstanten Druck im Gewebe zu gewährleisten, welcher für die Hirnfunktion essentiell ist. Hinzu kommt, dass das Hirnwasser parallel zum Herzschlag pulsiert und sich frei zwischen den Hirnkammern innerhalb des Hirngewebes und dem Subarachnoidalraum zwischen Hirngewebe und Schädel bewegen können muss. Jede Störung dieser Funktionen bezeichnet mal als Liquorzirkulationsstörung. Dazu zählen alle Formen des Hydrocephalus, Arachnoidalcysten und andere Fehlbildungen und Erkrankungen.