Bei wem kann eine tiefe Hirnstimulation zur Anwendung kommen?

Die zugelassenen Anwendungsgebiete für die tiefe Hirnstimulation sind die folgenden:

  • Parkinson-Erkrankung
  • Tremor-Erkrankungen
  • Dystonie-Erkrankungen

Daneben wird die tiefe Hirnstimulation – auch in Zürich – für schwer betroffene Patienten mit Depression, Zwangsstörung oder Epilepsien angewandt.

Bei all diesen Erkrankungen ist der Hauptgrund für die Operation ein hoher Leidensdruck, der durch geeignete medikamentöse Behandlungen nicht genügend gebessert werden kann.

Parkinson-Erkrankung

Bei folgender Konstellation wird grundsätzlich über eine tiefe Hirnstimulation nachgedacht:

1.      Parkinson-Erkrankung mit motorischen Fluktuationen (Wechsel von Unter- und/oder Überbewegungen mit befriedigender Beweglichkeit)

ODER

Parkinson-Erkrankung mit Tremor (Zittern), welches ungenügend auf Medikamente anspricht

2.      Es besteht der Wunsch nach einer Verbesserung der Lebensqualität, wenn nötig auch durch operative Massnahmen

3.      Es liegen keine Demenz, keine schwergradigere Depression und kleine Blutungsneigung vor.

Diese Zusammenstellung ist nicht abschliessend und muss in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft und diskutiert werden. Insgesamt wird heute bereits viel früher im Krankheitsverlauf über die tiefe Hirnstimulation nachgedacht, da gezeigt werden konnte, dass im früheren Verlauf das Behandlungsresultat am besten ist, was der Erfahrung in Zürich entspricht.

Tremor- und Dystonie-Erkrankungen, weitere Indikationen

Es gilt der Grundsatz, dass die tiefe Hirnstimulation erwogen werden kann bei Patienten, deren Symptome mit medikamentösen Therapien (oder bei der Depression beispielsweise mit der Elektrokrampftherapie) nicht genügend gut gebessert werden können.

Analog wie bei den Patienten mit einer Parkinson-Erkrankung muss im Vorfeld sorgfältig nach weiteren Erkrankungen und Symptomen gesucht werden, damit individuell eine möglichst gute Nutzen-Risiko-Analyse gemacht werden kann.

Weiterlesen: Ablauf der Operation